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Feldenkrais Feldenkreis Freiburg

Buchempfehlungen:

"Bewusstheit durch Bewegung"
Moshe Feldenkrais
Suhrkamp Taschenbuch Nr. 429, ISBN 3-518-36929-6

"Abenteuer im Dschungel des Gehirns"
Moshe Feldenkrais
Suhrkamp Taschenbuch Nr. 663, ISBN 3-518-37163-0

"Die Entdeckung des Selbstverständlichen"
Moshe Feldenkrais
Suhrkamp Taschenbuch Nr. 1440, ISBN 3-518-37940-2

"Das starke Selbst"
Moshe Feldenkrais
Insel Verlag, ISBN 3-518-38457-0

"Die Feldenkraismethode in Aktion"
Moshe Feldenkrais
Junfermann Verlag, ISBN 3-87387-019-3

„Der Weg zum reifen Selbst“
Moshe Feldenkrais
Junfermann Verlag, ISBN 3-87387-126-2

„Feldenkrais im Überblick“
Roger Russell
Thomas Kaubisch Verlag, ISBN 3-9806448-0-4

"Das Abenteuer der Bewegung"
Beatriz Walterspiel (Buch und Tonkassetten)
Kösel Verlag, ISBN 3-466-34238-4

"Feldenkrais-Bewegung"
Anna Triebel-Thome
Junfermann Verlag, ISBN 3-87387-511-X

"Beweglich sein ein Leben lang"
Thomas Hanna
Kösel Verlag, erhältlich bei der Feldenkrais-Verband
www.feldenkrais-gilde.de www.feldenkrais-gilde.de

"Die Wurzeln der Funktionalen Integration"
Carl Ginsburg
8,90 EUR, erhältlich bei der Feldenkrais-Verband
www.feldenkrais-gilde.de www.feldenkrais-gilde.de

"Moshe Feldenkrais 1904 - 2004 zum 100. Geburtstag"
Hrsg. Werner Kraus
11,00 EUR, erhältlich bei der Feldenkrais-Verband
www.feldenkrais-gilde.de www.feldenkrais-gilde.de

„Die Weisheit des Körpers befragen“
Uta Klawitter
Knaur Verlag, ISBN-Nr 3-426-87214-5

„Bewegung und Lernen“
Chava Shelhav-Silberbusch
Verlag modernes Lernen – Dortmund, ISBN 3-8080-0441-X


Presseberichte:

17. Januar 2006, “Wenn ich nicht weiß, was ich tue, kann ich nicht tun, was ich will” (Badische Zeitung)
26. August 2005, “Kinder haben eine andere Vorstellung” (Badische Zeitung)

Badische Zeitung vom Dienstag, 17. Januar 2006

“Wenn ich nicht weiß, was ich tue, kann ich nicht tun, was ich will”

BZ-INTERVIEW mit Feldenkrais-Pädagogin Agnes Kalbhenn über eingefahrene Bewegungsabläufe, ein gutes Körpergefühl und ein verändertes Selbstbild
Agnes Kalbhenn HEXENTAL. Das neue Jahr hat begonnen und mancher hat sich vorgenommen, endlich einmal etwas gegen den verspannten Nacken oder die eingerosteten Gelenke zu tun. Eine Hilfe kann die Feldenkrais-Methode sein. Andrea Gallien sprach mit Feldenkrais-Pädagogin Agnes Kalbhenn, die in mehreren Bildungseinrichtungen tätig ist.
Agnes Kalbhenn
(FOTO: GALLIEN)

BZ: Sie haben die Feldenkrais-Methode im Hexental bekannt gemacht und haben dort offenbar richtige Fans.

Kalbhenn: Beim katholischen Bildungswerk in Bollschweil und bei der Johannesgemeinde in Merzhausen betreue ich seit 15 und 16 Jahren Feldenkrais-Gruppen. Zu den Kursen kommen immer auch neue Interessenten, einige sind schon von Anfang an dabei. Insgesamt 2400 Anmeldungen hatte ich in dieser Zeit in Merzhausen und Bollschweil.

BZ: Und diese Menschen kommen mit Schmerzen zu Ihnen und erhoffen sich Linderung?

Kalbhenn: Ja, Muskel- und Skelettbeschwerden sind die häufigste Ursache für Krankschreibungen. Ich habe Schüler im Alter von Mitte dreißig bis über 90 Jahre. Häufig kommen Sie zunächst wegen der Schmerzen. Aber sie bleiben dabei, weil es ihnen psychisch viel besser geht, sie besser schlafen, weil sie mit ihrem Körper bewusster umgehen und merken, dass es ihnen insgesamt gut tut.

BZ: Sie sprechen von Schülern und nicht von Patienten.

Kalbhenn: Feldenkrais ist eine Lernmethode, auf die man sich einlassen muss. Ein gutes Körpergefühl beginnt mit der Wahrnehmung. Ich versuche, mit meinen Schülern eingefahrene Bewegungsmuster zu erkennen und durch kleine, leichte, ungewohnte Bewegungen den Muskeln und Gelenken eine Chance zu geben, einen besseren Ablauf, einen angenehmeren Platz zu finden, sich von den Anstrengungen zu erholen. Ich vergleiche den Körper gerne mit einem Mobile. Wenn man es an einer Stelle leicht antippt, hat das die Veränderung des gesamten Gefüges zur Folge. Ziel der Übungen sind nicht mehr Kraft und Ausdauer, sondern eine Verbesserung von Ökonomie und Qualität der Alltagsbewegungen.

BZ: Das klingt jetzt kompliziert.

Kalbhenn: Ist es aber nicht. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Sich ökonomisch bewegen heißt, keine Kraft an einer Stelle des Körpers zu vergeuden, die an anderer Stelle gebraucht oder besser genutzt werden kann. Beim Treppensteigen heißt das etwa: nicht stampfen, sondern leichtfüßig hochlaufen, beim Telefonieren den Hörer, der nur ein paar Gramm wiegt, nicht fest umklammern, sondern locker in der Hand halten.

BZ: Wie ein Mensch läuft oder telefoniert hat aber auch etwas mit seiner Stimmung zu tun.

Kalbhenn: Genau. Und deshalb arbeitet man bei der Feldenkrais-Methode nicht nur an Körperbewegungen, sondern letztlich viel tiefer auch am Selbstbild des einzelnen. Jemand, der immer oder oft Schmerzen hat, fühlt sich schlecht, fühlt sich alt. Ist die Beweglichkeit verbessert, sind die Schmerzen durch ökonomischere Bewegungen sogar gelindert oder weg, hat ein Mensch ein ganz anderes Bild von sich, er fühlt sich frischer und freier und strahlt entsprechend nach innen und außen eine ganz andere Stimmung aus. Gleiches gilt für gestresste Menschen. Ich kann ihnen zwar den Stress nicht nehmen, aber zeigen, wie man sich nach Stress schneller wieder erholt und den Körper ausbalanciert.

BZ: Wer hat diese Feldenkrais-Methode entwickelt?

Kalbhenn: Die Methode wurde von dem Physiker und Verhaltensforscher Moshé Feldenkrais entwickelt. Er hat einmal gesagt “Wenn ich nicht weiß, was ich tue, kann ich nicht tun, was ich will” , das heißt konkret: Wenn ich nicht weiß, wie sich meine Schmerzen “entwickeln” , dann kann ich sie nicht ändern.

Info: Agnes Kalbhenn bietet Einführungen in die Feldenkrais-Methode an am Mittwoch, 18. Januar, 19.30 bis 21 Uhr, in der Johannesgemeinde Merzhausen, St.-Galler-Straße 10a, und am Donnerstag, 19. Januar, 16.30 bis 18 Uhr, im Sängersaal der Möhlinhalle in Bollschweil. Weitere Informationen unter Kalbhenn-Feldenkrais@t-online.de oder 0761/405850

 

Badische Zeitung vom Freitag, 26. August 2005

“Kinder haben eine andere Vorstellung”

Mit Feldenkrais versucht Sybille Flach Kindern Wissen über den eigenen Körper zu vermitteln

Mit Feldenkrais versucht Sybille Flach Kindern Wissen über den 
            eigenen Körper zu vermitteln WALDKIRCH (BZ). Kurz nach elf Uhr rennen sieben Kinder in den Turnraum des Kindergartens “Regenbogen”. Die Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren versammeln sich um ein am Boden liegendes Skelett, von dem nur die Wirbelsäule zu sehen ist. Unter der Anleitung von Kindergärtnerin Sybille Flach ertasten sie die Wirbel, zählen sie und lassen sich ihre unterschiedlichsten Funktionen erklären. Erst jetzt wird die Abdeckung entfernt und das ganze Skelett sichtbar.
Den menschlichen Körper kennen lernen und fühlen. (FOTO: SYBILLE FROMM)

Sybille Flach zeigt auf den Ellenbogen. “Wer weiß noch, was das ist”, fragt sie. Laut rufen die Kinder durcheinander bis die richtige Antwort kommt. So entdecken die Kinder Knochen für Knochen des Skeletts. Nicht immer kommt prompt die richtige Antwort, aber spätestens nach ein paar Versuchen klappt es dann doch. Wer die Antwort kannte, darf die passende Beschriftung anbringen.

Das Kennenlernen des Skeletts bildet nur den Anfang, um bei den Kindern ein besseres Gefühl für ihren Körper hervorzurufen. Eigentlicher Sinn des Zusammenkommens sind die Feldenkrais-Übungen, die Sybille Flach mit den Kindern machen will. Doch vorher heißt es aufwärmen. Wild rennen die Kleinen durch die Halle. Auf “drei”, so ist es abgesprochen soll sich jedes auf eine der da liegenden Matten setzen.

Langsam bewegen sie den Kopf von rechts nach links, sie sollen sich dabei vorstellen sie hätten einen Pinsel auf der Nase. “Merkt ihr den Unterschied”, fragt Sybille Flach. “Ja” , schallt die verlegene Antwort zurück. Konzentrationsübungen sollen den Kindern das Gleichgewichtsgefühl vermitteln. Sie sollen nur mit den Händen und den Knien den Boden berühren und diese Position halten. Unter viel Gekichere kriegen die Kinder den Dreh raus, wirklich ruhig wird es in einer Gruppe Kindern eben nie.

Kinder haben eine andere Vorstellung von Ruhe”, erklärt Sybille Flach. Die gelernte Kindergärtnerin mit Montessori-Diplom, hat, nachdem sie selbst positive Erfahrungen mit der Feldenkrais-Methode erlebte, eine zusätzliche Ausbildung in diesem Bereich absolviert. Neben Kursen an der VHS, bietet sie nun einen Kurs für Kinder im Kindergarten Regenbogen, an.

In jeder Stunde steht ein anderes Körperteil im Mittelpunkt. Neben dem Wissen über den Aufbau des eigenen Körpers, vermitteln die Übungen einen anderen Umgang mit selbigem. Die Kinder lernen sich anders zu bewegen. Auch das Stehen wird in den Übungen geschult, denn auf die Haltung kommt es an.

Alles läuft spielerisch. An anderen Kindern ertasten sie die Wirbel oder Rippen. Und mit selbstgemalten Bildern, erstellt sich jedes Kind ein Heft mit dem Titel: “Mein Körper und Skelett”. Kleine Schwierigkeiten beim Malen des Körpers, wie die genaue Anzahl der Finger, stören da nicht und sind schnell behoben.


Zitate:

Aus: „Bewusstheit durch Bewegung
"Diese Lektionen haben den Zweck, Fähigkeit zu erhöhen, d.h. die Grenzen dessen zu erweitern, was einem möglich ist; ihm beizubringen, dass er auch könne, was er vermag; ihm das Unmögliche möglich zu machen, das Schwierige leicht, das Leichte angenehm."
Moshe Feldenkrais

"Um erkennen zu können, was richtig ist, muss man das Falsche tun. Versucht also jetzt, jeden Fehler, den ihr beobachtet habt, zu wiederholen."
Moshe Feldenkrais

"Wenn wir darauf acht geben, wie wir mit uns selbst umgehen, dann brauchen wir nicht mehr darüber nachdenken, wie wir sein sollten."
Moshe Feldenkrais

"Jetzt korrigieren wir alle Fehler, die wir gesehen haben, nur dann findet ihr heraus, wie man es richtig macht. Probiert zuerst alle Fehler aus, die die anderen gemacht haben. Es ist viel lehrreicher, wenn man lernt, sich wie die anderen Menschen zu bewegen, die es falsch machen, als es gleich richtig zu machen.
Das Richtige wird noch richtiger, indem man allen überflüssigen Ballast abschafft. Und wenn ihr das Falsche tun könnt, dann könnt ihr auch das Richtige tun."
Moshe Feldenkrais

"Wir handeln dem Bild nach, das wir uns von uns machen. Ich esse, gehe, spreche, denke, beobachte, liebe nach der Art, wie ich mich empfinde."
Moshe Feldenkrais

 

 

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